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Veranstaltungen

Wissenschaftstheorie: Begründen, Positionieren und Verteidigen eigener Forschung

18. März bis 05. April 2027 | Berlin


Eine wesentliche Zielsetzung des Kurses ist es, für die verschiedenen Strömungen der Wissenschaftstheorie zu sensibilisieren und grundlegende Kenntnisse über verschiedene Begründungsstrategien zu vermitteln, um eine kritische Reflexion über die eigene Forschung zu ermöglichen.

Wissenschaftstheorie erscheint vielen empirisch Forschenden als abstrakte Vorrede, die mit der eigentlichen Arbeit am Datensatz oder am Interviewmaterial wenig zu tun hat. Dieser Kurs verfolgt die gegenteilige These. Jede Forschungsentscheidung trägt wissenschaftstheoretische Annahmen in sich, auch wenn sie selten ausgesprochen werden. Die Wahl zwischen Hypothesentest und Exploration, die Begründung einer Kausalbehauptung sowie der Umgang mit dem Vorwurf mangelnder Generalisierbarkeit oder fehlender Objektivität sind ontologische und epistemologische Festlegungen, bevor sie methodische Fragen sind.

Wer in einschlägigen Journals publizieren will, begegnet diesen Festlegungen ständig, teilweise verkappt in Gutachterkommentaren und Editorials. Der Kurs macht die wissenschaftstheoretischen Grundströmungen daher als Werkzeug zugänglich, mit dem sich die eigene Forschung begründen, im Feld positionieren und gegen Einwände verteidigen lässt.

Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmenden mit den wesentlichen wissenschaftstheoretischen Strömungen und ihren ontologischen und epistemologischen Positionen vertraut zu machen und sie zugleich zu befähigen, diese Positionen für die eigene empirische Forschung funktional zu nutzen. Der Einstieg erfolgt über drei Leitfragen im Rahmen eines World Cafés, die den Verlauf des Kurses strukturieren. Eine programmatische Einführung durch die Dozierenden legt ein gemeinsames begriffliches Fundament, insbesondere die Unterscheidung deskriptiver und normativer Aussagen sowie ein durchgängiges Diskussionsraster. Anschließend präsentieren die Teilnehmenden die verschiedenen Grundströmungen und ihre Implikationen für Forschungsmethoden und Forschungsdesign, die in der gemeinsamen Diskussion vertieft werden.

Eine wesentliche Zielsetzung des Kurses ist es, für die verschiedenen Strömungen der Wissenschaftstheorie zu sensibilisieren und grundlegende Kenntnisse über verschiedene Begründungsstrategien zu vermitteln, um eine kritische Reflexion über die eigene Forschung zu ermöglichen. Über den gesamten Kurs verbindet ein roter Faden die philosophischen Positionen mit konkreten Anforderungen des Publikationsprozesses, sodass ihre Bedeutung für die wissenschaftliche Praxis durchgehend an praktischen Beispielen sichtbar wird.

Anmeldefrist:
16. November 2026: Themenvergabe für die Teilnehmenden, die sich bis zu diesem Tag angemeldet haben (unter Berücksichtigung der jeweiligen Themen-Prioritäten).

18. Januar 2027: Abschluss der Themenvergabe und letzter Termin der Verteilung der kursvorbereitenden
Aufgabe.

Referent*in / Lecturer
Prof. Dr. Thomas Wrona
Technische Universität Hamburg (TUHH)
thomas.wrona@tu-harburg.de
Referent*in / Lecturer
Dr. Clara Scheve
Technische Universitaet Hamburg
clara.scheve@tuhh.de

Sprache / Language

Deutsch

Ort / Location

L88 Seminarraum
Lützowstr. 88
10785 Berlin

Tickets

Noch 20 Plätze verfügbar.