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Die blinden Flecken der Ökonomie im Wiarda-Blog


Hat die Wirtschaftswissenschaft Angst vor dem Normativen? Unternehmen handeln nie nur ökonomisch – doch die Ökonomie tut so, als könnte sie politisch neutral bleiben. Ein Gastbeitrag von Ute Schmiel, Michaela Haase und Bernhard Neumärker.

Ein im Januar 2026 von Wissenschaftler:innen der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil), dem Verband der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) sowie dem Verein für Socialpolitik (VfS) veranstalteter Workshop hat gezeigt, dass Werte- und Machtreflexion sowie Ideologiekritik Themen sind, mit denen sich die Wirtschaftswissenschaft stärker befassen muss.

Der Umgang mit normativen Fragen ist wissenschaftlich und gesellschaftlich relevant. Ziel der Debatte könnte eine Wirtschaftswissenschaft sein, die ihre Werte und Normen offen reflektiert, methodisch sauber zwischen verschiedenen Geltungsbereichen unterscheidet und den Austausch mit außerwissenschaftlichen Akteuren sucht. Gefragt ist eine Wirtschaftswissenschaft, die ihre normative Grundlage sichtbar macht, statt sie hinter dem Anspruch auf Neutralität zu verbergen.

Der am 31. März 2026 erschienene Beitrag plädiert für Selbstkritik und Reflexion, wie sie auch auf der kürzlich an der Georg-August-Universität zu Ende gegangenen 85. VHB Tagung praktiziert wurden. 

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